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Apps gegen Lebensmittelverschwendung

Für fast jede Lebenssituation haben wir heutzutage eine App. Natürlich gibt es demnach auch welche, die sich mit dem Thema Lebensmittelverschwendung beschäftigen – und zwar nicht nur eine! Recherchiert man im Internet oder sucht man im App Store, gibt es zahlreiche Apps, die uns bei dem Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung unterstützen sollen. Um hierbei einen Durchblick zu behalten, haben wir uns einige interessante und kostenlose Apps herausgesucht und für euch getestet. 

In der Vergangenheit haben wir euch bereits die Apps Too Good To Go und Hellofresh vorgestellt. Schaut also gerne bei den Blogbeiträgen vorbei, wenn euch unsere Recherche und Erfahrung hierzu interessiert. 

Teile Essen Mit Deinen Nachbarn Über Olio

Olio ist eine kostenlose Sharing-App, die Nachbarn miteinander verbindet. Hast du zum Beispiel noch etwas Lasagne übrig? Teile sie mit deinen Nachbarn in der App. Der Vorgang ist ganz einfach. Wenn du Essen verschenken willst, lädst du ein Bild hoch und legst den Abholort fest. Du erhältst eine Benachrichtigung, wenn jemand deine Reste anfordert und kannst entscheiden, ob du deine Lasagne an diese Person abgeben möchtest. Umgekehrt ist es genauso einfach. 

Screenshot der App Olio mit Suchfunktion

Da wir finden, dass die Geschichten hinter solchen Ideen sehr inspirierend sind, wollen wir auch eine kurze Version der Geschichte von Olio mit euch teilen. Tessa Clarke, eine der beiden Mitbegründerinnen der App, hatte Ende 2014 die Idee zu Olio. Sie zog aus ihrer Wohnung in der Schweiz aus, hatte noch einige Lebensmittel in ihrer alten Wohnung übrig, aus der sie gerade ausziehen wollte und wollte sie jemandem geben, anstatt sie wegzuwerfen. Aber sie fand niemanden, dem sie sie geben konnte. So kam sie auf die Idee, eine App zu entwickeln, die Nachbarn miteinander verbindet und es ihnen ermöglicht, Lebensmittel zu teilen. Die App wurde im Juli 2015 in London veröffentlicht. Heute wird mit Hilfe von Olio in 59 Ländern Essen geteilt und es wurden bisher fast 18 Millionen Portionen Essen an Nachbarn weitergegeben.

Was halten wir von der App?

Wir denken, dass die Idee so einfach und doch so genial ist. Die einzige Hürde, die wir beim Testen der App hatten, war, dass es in unserer Nachbarschaft keine anderen Menschen gab, die die App nutzen. Wir haben nur in größeren Städten wie Frankfurt am Main einige geteilte Lebensmittel gefunden. Aber irgendjemand muss ja mal anfangen, oder? Wenn du also Interesse hast, es auszuprobieren, können wir dich dazu nur ermutigen. 

Apps Zur Verwaltung Deiner Lebensmittel

Du willst vermeiden, dass du einen Joghurt in deinem Kühlschrank vergisst? Oder das Müsli hinten in deiner Speisekammer? Es gibt verschiedene Apps, die dich dabei unterstützen, die Lebensmittel, die du zu Hause hast, zu verwalten und den Überblick zu behalten. Die folgenden Apps bieten alle die Möglichkeit, den Barcode eines Produktes zu scannen und sie benachrichtigen dich, bevor ein Produkt abläuft. Hier sind drei Vorschläge von uns:  

  • Best Before – Food Tracker: Diese war unser Favorit, da du auch eine Einkaufsliste in der App einfügen kannst. So hast du alles an einem Ort.  Die App ist nur im Google Play Store erhältlich.
  • Beep: Einfach zu bedienen. Die Barcode-Scan-Funktion ist das Hauptmerkmal der App. 
  • Reeking: Ebenfalls sehr intuitiv und kategorisiert deine Produkte automatisch in „abgelaufen“, „fast abgelaufen“ und „frisch“. 

Finde Rezepte Für Deine Reste

Oft passiert es uns, dass wir bestimmte Produkte zu Hause übrig haben und nicht wissen, wie wir sie für eine Mahlzeit kombinieren können. Zum Glück gibt es Apps, die uns fantastische Ideen geben, wie wir sie zubereiten können. Eine, die uns sehr gut gefallen hat, ist Eat Smarter.

Die App bietet nicht nur inspirierende Rezepte, sondern du kannst dort auch gezielt nach Rezepten suchen, die bestimmte Produkte enthalten. Du kannst auswählen, welche Produkte du ausschließen möchtest. Zum Beispiel Milch, wenn du gerade keine zu Hause hast. Außerdem kannst du auswählen wie viel Zeit du mit dem Kochen verbringen möchtest oder ob du eine spezielle Diät befolgst. Die App zeigt dir dann Rezepte an, die du mit den Produkten, die du bereits zu Hause hast, kochen kannst.

Screenshot der App Eat Smarter mit der Funktion zur Rezept-Suche

Wenn du ein leckeres Rezept findest, das du beim nächsten Mal ausprobieren möchtest, kannst du es direkt zu deiner Einkaufsliste hinzufügen, die in der App integriert ist. So vermeidest du, im Laden Dinge zu kaufen, die du bereits zu Hause hast.

Eine weitere App mit ähnlichen Funktionen ist Magic Fridge. Wenn du mal etwas anderes mit weniger In-App-Werbung ausprobieren möchtest.

Gibt Es Eine App Zum Kompostieren?

Ja, natürlich gibt es die. Wir haben eine tolle App namens Share Waste gefunden. Wenn du einen Kompost zu Hause hast, kannst du über die App Abfälle erhalten. Wenn du Abfälle zu Hause hast, kannst du jemanden in deiner Umgebung finden, der einen Kompost hat. Auf diese Weise ermöglicht die App mehr Menschen, ihre Küchenabfälle zu recyceln und als netter Nebeneffekt verbindet sie Menschen in der Nachbarschaft. Tolle Idee, oder? Ein Pärchen aus Sydney hatte die Idee und hat das Ziel, dass unser Planet ein schöner Ort zum Leben bleibt.

Es funktioniert folgendermaßen: Du erstellst einen Account, wählst aus, ob du Spender oder Gastgeber bist, gibst deinen Standort an und suchst direkt nach Kompostiermöglichkeiten in deiner Umgebung. Leider scheinen bisher nur Kompostplätze in größeren Städten gelistet zu sein. Zum Beispiel gibt es keinen in Gießen, aber drei in Frankfurt am Main, Deutschland. Sobald du einen Kompost in deiner Gegend gefunden hast, kannst du sehen, was die Person, der der Kompost gehört, akzeptiert. Du kannst dich dann mit der Person verbinden.  Als wir die App ausprobierten, gefiel uns die einfache Bedienung der App und vor allem die Impact-Funktion, bei der du sehen kannst, wie viel Küchenabfälle du gespendet hast. Schau dir unseren Blogartikel an, wenn du mehr über Kompostierung erfahren möchtest.

Unsere Schlussfolgerung

Alles in allem können wir zusammenfassen, dass es bereits viele Apps gibt, die uns bei der Vermeidung von Lebensmittelabfällen unterstützen können. Die größte Hürde, die wir im Moment für die meisten Sharing-Apps sehen, ist, dass mehr Menschen die Apps nutzen müssen, damit sie Sinn ergeben. Insbesondere in ländlicheren Regionen. Aber die Ideen sind großartig und wir sind gespannt, was die Zukunft für die vorgestellten Apps und für viele weitere bringen wird.

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