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Die Saison Gegen Lebensmittelverschwendung Beginnt

Schoko-Erdbeeren auf dem Weihnachtsmarkt, frische Möhren zu Ostern und Avocados gehen sowieso immer – wann habt ihr das letzte Mal auf ein spezielles Obst oder Gemüse verzichten müssen, weil es im Supermarkt nicht verfügbar war (ausverkauft zählt nicht)?
Durch Technologien, wie temperierbare Gewächshäuser, und lange Transportwege aus der ganzen Welt können Obst und Gemüse auch außerhalb der Saison angeboten werden. 

Was Hat Das Mit Lebensmittelverschwendung Zu Tun?

Auch in der Lebensmittelindustrie bestimmt die Nachfrage das Angebot. Solange wir Produkte außerhalb ihrer Saison und tropische Früchte von überall her kaufen, werden Supermärkte uns dieses Angebot ermöglichen.
Dafür werden allerdings sehr lange Transportwege in Kauf genommen, wodurch das Risiko steigt, dass etwas auf dem Weg schon vor Ankunft überreif wird oder im schlimmsten Fall sogar verdirbt – auch das ist Lebensmittelverschwendung, genauer gesagt ist es sogar Lebensmittelverlust. Mehr darüber könnt ihr gerne in unserem Artikel „Lebensmittelverlust Oder Lebensmittelabfall?“ nachlesen.

Wenn ihr also darauf achtet, saisonales Obst und Gemüse statt dem von weit her einzukaufen, landen weniger Lebensmittelabfälle in den Mülleimern der Logistikunternehmen. 
Das nächste Level wäre, komplett auf Transportwege zu verzichten und seine Lieblingsprodukte selbst im eigenen Garten anzubauen. Hier wollen wir allerdings erst kleine Brötchen backen. So viel sei aber schon verraten: ein Beitrag zum Thema Gardening bzw. Regrowing wird noch kommen! 

Der Unterschied Zwischen Globaler Und Lokaler Saisonalität

Saisonaler Konsum hilft allerdings nur im Falle von lokaler Saisonalität. Ein Produkt ist lokal saisonal, wenn es am selben Ort verzehrt wird, an dem es auch geerntet wurde, also wenn der Transportweg möglichst kurz war. Beispielsweise werden die Äpfel, die in Europa im Herbst geerntet werden auch im Herbst hier gegessen.

Anders sieht es mit den Äpfeln aus, die im Frühling oder Sommer gegessen werden. Meist stammen die aus Neuseeland und haben einen sehr langen Transport hinter sich. Dann spricht man von globaler Saisonalität. 

Besonders das Apfelbeispiel zeigt, dass saisonal nicht gleich saisonal ist, denn wenn man sich nicht genauer damit befasst (so wie ich vor einiger Zeit) würde man nie auf die Idee kommen, dass Äpfel hier in Deutschland so eine lange Reise hinter sich hatten. Hier gibt es doch überall Apfelbäume. Aber wie jedes andere Obst oder Gemüse auch, brauchen Äpfel eben ihre bevorzugten Klimaverhältnisse, um zu wachsen und die sind gerade bei dem wechselhaften Wetter in Europa nur zu bestimmten Jahreszeiten gegeben. 

Eure Vorteile Von Saisonalem Verzehr

Saisonales Obst und Gemüse ist einfach besser aus den folgenden Gründen:

  • Der Nährstoffgehalt ist am höchsten, wenn am Höhepunkt des Reifegrades geerntet wird. Und das kann nur bei lokalen Produkten gewährleistet werden, da die Lebensmittel vom anderen Ende der Welt teilweise bis zu zwei Monate vor der Reife geerntet werden müssen, um pünktlich bei uns anzukommen
  • Bauern müssen keine Chemikalien verwenden, um die Früchte zum Wachsen „zu zwingen“, wodurch der Geschmack authentisch und dadurch viel besser bleibt.
  • Es ist abwechslungsreich, da ihr zu jeder Saison, d.h. jeden Monat, andere Produkte verwenden könnt. Ja ich weiß, oft hat man sein Lieblingsobst und würde es am liebsten zu jeder Jahreszeit essen, aber manchmal muss man zu seinem Glück gezwungen werden, um mal etwas Neues auszuprobieren.

Saisonales Obst und Gemüse schont den Geldbeutel

Das liegt ganz einfach daran, dass der Anbau weniger aufwändig ist, da die klimatischen Bedingungen von Natur aus gegeben sind und Gemüse so nun mal am schnellsten (und in Massen) wächst. Außerdem müssen keine teuren Chemikalien oder Gewächshäuser verwendet werden, um den Prozess zu beschleunigen und der lange Transportweg, der auch bezahlt werden müsste, wegfällt.

Und Was Hat Eigentlich Wann Saison?

Für diesen Juni und Juli haben wir euch eine Übersicht der Produkte erstellt, die in Deutschland ihre Saison haben:

Hier könnt ihr sehen, was im Juni und Juli Saison hat.

Bildquellen

Titelbild von Daiga Ellaby auf Unsplash
Erdbeeren von Inha Pauliuchenka auf Unsplash
Himbeeren von Davies Designs Studio auf Unsplash
Johannesbeeren von Pixabay auf Pexel
Kirschen von Vino Li auf Unsplash
Rhabarber von Kulbir auf Pexel
Zwiebeln von Goh Rhy Yan auf Unsplash
Radieschen von Kindel Media auf Unsplash
Kohlrabi von Alesia Kozik auf Unsplash

Blumenkohl von Jennifer Schmidt auf Unsplash
Bohnen von Yulia Rozanova auf Unsplash
Gurken von Chantal Garnier auf Unsplash
Zucchini von Edson Rosas auf Unsplash
Spinat von Elly Brian auf Unsplash
Erbsen von Pixabay auf Pexel
Brokkoli von Louis Hansel auf Unsplash
Salat von Tite Zobaran auf Unsplash

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Jess

    Sehr interessant und super zusammengefasst! 🙂

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